30 Jahre Blasmusik Gebenbach


  Höhepunkt des Musikjahres war wieder das Jahreskonzert der Blasmusik Gebenbach, welche zudem dieses Jahr ihr 30jähriges Bestehen feierte. Bei heftigem Regenschauer zeigte das mit über 50 Mitgliedern starke Orchester äußerstes Durchhaltevermögen, kontinuierliche Präzision und einen mit allen Wassern gewaschenen und doch wasserfesten tapferen Dirigenten Gerhard Böller.  


  Siegfied Siegert begrüßte im Gebenbacher Irl zum Open Air einen gut gefüllten Festplatz und als Ehrengäste den Bürgermeister Peter Dotzler, Pfarrer Dr. Joseph Madathiparampil und die Ehrenmitglieder Alfons Schöpf, Hedwig Trummer und Michael Lindner. Auch die Vertreter des Nordbayerischen Musikbundes Gerhard Engl und Werner Stein, sowie Markus Islinger hieß er herzlich willkommen. Auch der Landrat a.D. Armin Nentwig war mit Frau gekommen und manche Vertreter befreundeter Musikkapellen aus Nah und Fern.  

  Dudelzirkel   In einer guten Mischung aus Jugendorchester unter der Leitung von Sonja Dirschedl, der Vollbesetzung und dem kleinen sechsköpfigen Dudelzirkus, sowie gut gewählten Stücken harrten auch wohl fast alle Zuhörer unter Schirmen, Regenponchos oder dem Zelt bis zum Ende aus.  

  Der Reigen der zu Gehör gebrachten Partituren reichte von keltischen Klängen bis hin zu Musicalarrangements, einer Operettenouvertüre, einer musikalischen Weltreise, einem Rag oder dem Probier's mal mit Gemütlichkeit aus dem Dschungelbuch bis hin zu mozärtlichen Weisen. Maria Schöpf moderierte mit zunehmender Sicherheit und charmant durch den Abend. Wie von der Gebenbacher Blasmusik gewohnt, präsentierte sich das junge Orchester in allen Stücken bravourös und stets im Takt.
Vom Nordbayrischen Musikerbund grüßte und gratulierte Gerhard Engl herzlich und meinte scherzend, dass er noch nie so viele Schirmherren wie bei diesem Konzert gesehen habe. Er wünschte unter anderem weiterhin gute Nerven und eine glückliche Hand und schenkte einen Gutschein für den Ankauf von Noten.
 

  Mit dem flotten böhmischen Traum wurde man mit Polkaklängen in die Pause entlassen. Trotz heftigem Regen blieben scheinbar alle, stärkten sich am guten Angebot und die Jungle Fantasy von Naohiro Iwai belohnte die große Fangemeinde mit witzigen tierisch guten Lautmalereien, Trommeleinlagen und flotten Modulationen.  

  Die zweite Dirigentin Jasmin Hirmer zeigte professionelles Können und alle stimmten ihrem Stück von Phil Collins bei: You'll be in my heart. Der erste Dirigent und Gesamtleiter, Gerhard Böller, bewies unglaubliche Disziplin während des ganzen Konzerts, bei dem er bis auf die Knochen durchnässt wurde und beim Tanz der Vampire lief auch den im Trockenen sitzenden Zuhörern echte Gänsehaut den Rücken hinunter.   Gesamtorchester Blasmusik Gebenbach  

  Perfekt intoniert auch vier stilistisch ganz gegensätzliche Songs von Herbert Grönmeyer, welche äußerst sensibel und punktgenau zu Gehör gebracht wurden. Mit einem Spaziergang auf der Atlantic Avenue endete das offizielle Programm, doch die begeisterten Zuhörer erklatschten sich noch eine Zugabe des tapferen Orchesters, dem Gerhard Böller mit langstieligen Rosen dankte.  

(Text & Bilder: Marianne Moosburger)

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05.02.2017
© Blasmusik Gebenbach e.V.