Orchester Marsch


Aktuelles Bild des Orchesters (2018)

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Dirigent

  • Dirigent: Gerhard "Gary" Böller
  • Stellvertreterin: Angelika Schöpf
Flötenregister

Flötenregister
Klarinettenregister

Klarinettenregister

Saxophonregister

Saxophonregister
Trompetenregister

Trompetenregister

Schlagzeugregister

Schlagzeugregister
Tiefblechregister

Tiefblechregister




Der wöchentliche
Wahnsinn



Der Ablauf einer Musikstunde hat sich in den letzten 20 Jahren kaum geändert...

Irgendein Samstag, 18.30 Uhr. Während der Dirigent, Gerhard Böller, schon seit längerem ungeduldig wartet, trudeln nach und nach die Spieler ein. Registerprobe ist an der Reihe, und da muss man es nicht so genaunehmen mit der Pünktlichkeit, denken sich wohl einige.

Der selbe Samstag, 18.35 Uhr. Umständlich werden die Instrumente ausgepackt und zusammengebaut. Aus dem Nebenraum werden die Stühle herangeschleppt, und dann fehlt eigentlich nur noch der Notenständer, zusammen mit den passenden Noten. Die ersten beginnen bereits mit dem Einspielen. Gerhard Böller gibt den Takt an
Immer noch Samstag, 18.45 Uhr. Endlich ist jeder fertig, auch mit den Gesprächen mit dem Nachbarn. Während einer Woche passiert doch allerhand, was man unbedingt und sowieso erzählen muss! Der Dirigent beginnt in der Zwischenzeit damit, den Takt zu irgendeinem Stück anzugeben. Zaghaft beginnen die ersten, mitzuspielen.  

18.47 Uhr. Endlich weiß jeder, was der Dirigent eigentlich will, und schließlich stimmte auch der Rest mit ein.

18.50 Uhr. Die Tür geht auf, und irgendjemand, der „ganz vergessen hat, daß wir heute Register haben, kommt herein. Ist er endlich fertig mit den Vorbereitungen, kann es weitergehen.



19.50 Uhr. Registerprobe ist aus, und der Rest des Orchesters kommt, zum Teil aus dem Wirtshaus, zum Teil von zuhause. Wie es weitergeht – siehe oben. Die Instrumente werden ausgepackt, umständlich zusammengebaut, dann muss ein Stuhl her, schließlich fehlen noch Notenständer und Noten. Der Notenwart teilt die grünen Übungsmappen aus.

19.57 Uhr. Jetzt, wo auch alle anderen da sind, muß man sich wieder die neuesten Neuigkeiten erzählen. Und das dauert. Während die einen lachen und sich eifrig unterhalten, spielen die anderen schon die erste Tonleiter, oder üben ihre Soloeinlage. Denn dazu ist ja sonst nie Zeit!

20.10 Uhr. Sind jetzt alle fertig, kann der Dirigent langsam daran denken, mit dem Proben zu beginnen. Das erste Stück klingt dabei noch nicht so toll: Die meisten sind mit den Gedanken noch ganz woanders, die Instrumente kalt, und eingestimmt hat noch niemand.
 

20.12 Uhr. Der letzte Nachzügler kommt herein, wirft ein freudiges „Servus!“ in die Runde und packt seine Sachen aus.

20.15 Uhr. Zeit zum Einstimmen. Anstrengend für den, der den ersten Ton angeben muss. Während bei ihm der Kopf immer roter wird, haben die anderen noch Zeit zum Ratschen. „Weist du schon, dass der mit der?“ Hast du schon gehört, was der wieder passiert ist?“... Uhr. Los geht es mit dem ernsthaften Proben. Nach ein paar Wochen klappen dann die Stücke schon, nachdem am Anfang eigentlich immer irgendjemand seinen Einsatz verpasste oder das Solo mit einem „Scheiße!“-Ausruf kommentierte. Kurz vor dem Konzert kann man die Früchte des wöchentlichen Probens aber schon erkennen.

21.27 Uhr. Volles Rohr tönt der letzte Ton durch den Pfarrsaal, sodass schon einmal die Scheiben klirren und die Wände wackeln. Dann ist es aus. Meistens dauert es nicht lange, bis jeder seine Sachen wieder zusammengepackt hat und fertig ist zum gehen.


21.36 Uhr. In der Zwischenzeit versammelte sich der größte Teil der Kapelle im Stammwirtshaus. Denn das Feiern gehört ebenso dazu wie das Üben. Und wer will denn schon den Spaß außen vor lassen? Weizen

(Text und Bilder: Christina Amann)




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07.06.2018
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